Zunftnews 2026

07.01.2026: Fahnenstellen beim designierten Zunftmeister 2026

Feierliche Fahnenhissung des Zunftmeisters 2026

Nach der Wahl von Alberto «Berto» Margraf zum neuen Zunftmeister der Wey Zunft Luzern an der Bot-GV vom 2. Januar 2026 im Grand Casino Luzern folgte wenige Tage später bereits der nächste traditionsreiche Moment: das Hissen der Zunftmeisterfahne.

Am Mittwoch, 7. Januar 2026, trafen sich rund 45 Zünftler und Freunde beim Zuhause des designierten Zunftmeisters in Ebikon, um diesem besonderen Brauch beizuwohnen. Die Vorfreude war spürbar – und das neue VK-Team der Wey Zunft war bestens vorbereitet.

Unter der Leitung von VKP Hanspeter Schättin sorgten ein kleiner Fahnenmarsch, ein stimmungsvolles Feuerwerk sowie ein kraftvoller Trommelwirbel von Zunftkamerad Michi Käch für den passenden Rahmen. Zwar stand die Fahne zunächst rasch, musste jedoch wegen der Befestigung nochmals abmontiert und provisorisch leicht umplatziert werden. Die definitive Position wird zu einem späteren Zeitpunkt festgelegt – doch auch so wehte sie bereits stolz im Wind.

Nach getaner Arbeit wurde angestossen: Mit einem Glas des neuen Wey-Zunftmeister-Weissweins oder einem wärmenden Punsch starteten die Gäste gemütlich in den Abend. Anschliessend lud Berto Margraf zu einem geselligen Beisammensein in sein Haus ein. Bei gutem Essen, angeregten Gesprächen und vielen Erinnerungen an vergangene Zunftjahre wuchs zugleich die Vorfreude auf die kommenden Höhepunkte des Zunftjahres.

Der nächste und zugleich feierliche Höhepunkt lässt nicht lange auf sich warten: Am 10. Januar 2026 wird Alberto «Berto» Margraf gemeinsam mit seinem standfesten Weibel Bruno Galli im festlichen Ambiente des Grand Casino Luzern offiziell inthronisiert.

Text: Giovi Imbroinise

Fotos: Christian Lampart

02.01.2026: Bot GV 2026 der Wey-Zunft Luzern

BOT 2026: «Berto, Onderhaltig & Tradition» im 101. Jahr der Wey-Zunft Luzern

Am rekordverdächtigen 101. Bot mit beinahe 100 anwesenden Zünftlern wurde der neue Weyzunftmeister 2026 Berto Margraf mit seinem Weibel Bruno Galli glanzvoll gewählt. Mit der klaren Motto-Botschaft «Gnüss s’Läbe!» freuen wir uns alle auf ein rüüdiges Jahr voller Tradition, Kameradschaft und Lebensfreude.

Wenn jeweils am 2. Januar im Panoramasaal des Grand Casino Luzern um punkt 17 Uhr der Glockenklang erschallt, dann liegt ganz viel Spannung in der Luft.

Der grossartige Präsident Reto Käch eröffnete mit einem freudig-quakenden «Prosit Corona» in den edlen Farben grün-gelb das neue Zunftjahr der Frösche. Der grosse Jubiläumskracher ist nun zwar vorbei und der Teich scheint etwas ruhiger und harmonischer zu sein – dennoch werden die Weyrer in gewohnter Manier die Lozärner Fasnacht 2026 wieder massgeblich mitprägen und darüber hinaus mit vorbildlicher Kameradschaft, gelebter Tradition sowie geschätzter Wohltätigkeit glänzen.

Nach einer andächtigen Schweigeminute für die Opfer, Verletzten und Angehörigen der Brandkatastrophe in der Silvesternacht von Crans-Montana wurde traditionell das Wey-Zunftlied vom Altzunftmeister Mario Kistler angestimmt. Es folgte die Verdankung mit Geschenkübergabe der Jungzünftler (Adrian Camenzind, Carlo Blankenagel, Tino Von Flüe, Urs von Wartburg) an den Ehrenfesten Zunftmeister Edgar Ming. Die sehr originelle Gemälde-Collage mit dem Zunftmeister- und Weibelpaar in der Kutsche sowie den Jungzünftlern als motivierte Zugpferde, soll stets an das Jubiläumsjahr der Superlative erinnern und einen schönen Platz beim Ehrenfesten zuhause oder in der Winkelbadi erhalten.

Im nächsten Teil folgten aus erster (präsidialer) Hand die Infos zur bevorstehenden Inthronisierung, Vorfasnachtszeit sowie die «rüüdigen Tage» 2026 mit Hauptfokus auf den Güdismontag. Ebenso gilt es nebst den verschiedenen Highlights und Anlässen im 2026 bereits das Datum 26.9.26 in der Agenda zu vermerken: Eine Wiederholung der beliebten «Frosch-Chilbi» (Oktoberfest). Nach offizieller Begrüssung der vier neuen Kandidaten (Daniel Burger, Michael Käch, Samuel Müller, Simon Vonmoos) mit Übergabe des Zunftpins und Chronik folgten Wortmeldungen der beiden Altzunftmeister Daniel Seiler sowie Erwin Bühler. Beide hatten etwas Besonderes mit dabei: Daniel Seiler überreichte dem Ehrenfesten eine beeindruckende 3D-Büste seines Ebenbildes als Dank für die grossartige Repräsentation in seinem Amt als Jubiläums-Weyzunftmeister. Auch dieses Geschenk wird bei Edgar Ming wohl ein prominentes Plätzli ausschmücken. Erwin Bühler wies mit grosser Freude auf den beim Saaleingang begrüssenden Froschkönig hin. Dieser macht sensationell lackiert inklusive Krone auf dem Froschhaupt einen hervorragenden Eindruck und soll vom ersteigerten 5er-Zünftlerteam «Frosch-Connection» ausgestattet mit einem Q(uak)R-Code an verschiedenen Orten und an unterschiedlichen Anlässen in der Stadt zur Schau gestellt werden – mit dem Ziel, weitere Aufmerksamkeit für die Wey-Zunft zu erlangen und schliesslich auch neue Zunftmitglieder zu gewinnen.

Bevor der zweite Bot-Teil mit Hochspannung eingeläutet wurde, gehörte das Wort dem Ehrenfesten Jubiläumszunftmeister Edgar Ming für seine Ansprache mit einem emotional-überwältigenden Rückblick des grossartigen 100er-Jubiläumsjahres. Er war voll des Lobes und Dankes und liess die versammelte Zünftlerschar in einem Schnelldurchlauf nochmals gedanklich an den verschiedenen Stationen und Highlights unserer vielfältigen Jahrhundert-Feierlichkeiten teilhaben.

Und nun war es soweit: Der Ehrenfeste Zunftmeister Edgar Ming, der grossartige Präsident Reto Käch sowie der Curatores Procurator Altzunftmeister Werner Rast standen am Rednerpult bereit und begannen mit der gekonnt-eloquenten «Värsli-Brönzlete» zur Vorstellung des designierten Weyzunftmeisters 2026. Nach spannenden Informationen und Wortwitz zu beruflichen Stationen, Fasnachts-Bezug, Hobbys und Familie wurde der Frosch aus dem Sack gelassen und die singende Präsidentenkehle verkündete: «Habemus novum magistratum sodalitatis!» Die Wahl fiel auf Berto Margraf, welcher dann im direkten Anschluss in der geheimen Wahl von der Zünftlerschar glanzvoll bestätigt wurde. Nach der Zunftmeisterwahl folgte unverzüglich die Wahl des Weibels. Wiederum lag Spannung in der Luft und es wurde während der Präsentation an den Tischen intensiv gewerweisst, wer wohl im 2026 den edlen grün-gelben Weibelumhang mit Stolz tragen wird. Nach Fanfarenklängen ertönte der Name Bruno Galli – auch er wurde einstimmig gewählt und somit in seinem Weibelamt bestätigt.

Gelernter Bäcker trifft Genussmensch, Reisefödli trifft Reiseguru sowie Musik- und Wintersportbegeisterte unter sich… Die interessanten und spannenden Detailinfos zu diesen zwei «Perfröschlichkeiten» sind im Wahlbericht auf unserer Homepage ersichtlich.

In seiner Antrittsrede brachte der freudig-gerührte designierte Zunftmeister Berto Margraf seinen grossen Dank für das ihm entgegengebrachte Vertrauen zum Ausdruck. Nach einem intensiven Jahr als VKP-100 stellte er sich zunächst einen etwas weniger gefüllten Terminkalender 2026 vor, doch es soll nun anders kommen und er fühle sich sehr geehrt, denn schliesslich möchte er seine Energie vollkommen in die Dinge investieren, welche wirklich (Lebens-)Freude machen und ihn gänzlich erfüllen – hierbei machte er die Überleitung zu seiner «Zunftmeisterbotschaft»: Gnüss s’Läbe! Kameradschaft, Geselligkeit und pure Lebensfreude seien für ihn zentral und er äusserte sogleich auch seinen Wunsch: Etwas weniger jammern, mehr Narretei, gemeinsam ausgelassen feiern und zusammen lachen! Mit erhobenem Glas fügte er an: «Auf die Freundschaft, die Geselligkeit und das Leben!» Wow, was für eine Ansage! Mit Zepter und Zunftmeisterkette wird Berto Margraf die Wey-Zunft durch die Lozärner Fasnacht 2026 führen und damit seine beeindruckende Fasnachtskarriere krönen. Wir alle freuen uns somit auf ein rüüdiges Jahr voller Tradition, Kameradschaft und Lebensfreude!

Es folgte das traditionelle Schlusswort des Ehrenfesten Zunftmeisters Edgar Ming, welcher sogleich den dritten Teil mit Apéro, Bot-Unterhaltung, Nachtessen sowie Gratulations-Cours und Besuch der Fasnachtsgewaltigen sowie der gesamten LFK-Spitze einläutete.

Nach einem amüsanten Altersheim-Sketch wurden durch das VK-100 drei tolle Preise an die Mondscheinfahrten-Teilnehmer verteilt. Das Glückslos fiel auf folgende strahlende Gewinner: die drei Altzunftmeister Alois Bucher (1. Rang), Peter Graber (2. Rang) sowie Giulio Capasso (3. Rang). Zudem wurde noch ein Überraschungspreis vergeben: Bei der gründlichen Herbst- oder bessergesagt «Heu-Putzete» des Pulverturms stiess das VK-100 auf einen altehrwürdigen Wanderpokal aus dem Jahre 1953, welcher bis ins Jahr 1967 jährlich dem «zünftigsten Zünftler» vergeben wurde. Eine grossartige Idee, dies zu reaktivieren und ab sofort wieder jährlich durch das entsprechende VK zu vergeben. VKP-100 Berto Margraf überreichte den Pokal 2026 mit grosser Freude dem wohlverdienten «zünftigsten Zünftler» Altweibel Christian (Grizzo) Lampart, welcher in der Verantwortung als Bauchef mit enormem Engagement ein absolut fantastisches Jubiläumssujet realisiert hat.

Der Abend war noch lange nicht vorbei, denn (wir haben sie nicht vergessen) die Frauen feierten ihren Frauen-Bot im MLG-Haus. So verschob sich die Grossmehrheit für den süssen Ausklang im Süsswinkel zu den Frauen, wo nochmals kräftig gratuliert, angestossen und weitergefeiert wurde.

Der Wey-Bot 2026 war für die beiden neuen «Aushängefrösche» – Zunftmeister Berto Margraf und Weibel Bruno Galli – ein perfekter Auftakt bzw. Aufschlag… beides ihres Zeichens «RF»-Fans, wobei dies definitiv symbolisch nicht nur für «Roger Federer» steht, sondern vielmehr auch für «Rüüdige Fasnächtler» und «Raffinierte Frösche»!

Text: Emanuel Fischer / Fotos: Kevin Imobersteg

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